Spezialisierte Analysemethoden: Untersuchungstechniken für Kunststoffe und ihre Rezyklate

Leistungen unseres Kunststofflabors – Analyse, Prüfung, Materialbewertung

Unser Kunststofflabor kombiniert moderne Analytik mit umfassender materialtechnischer Expertise. Wir untersuchen Kunststoffe, Compounds und Bauteile hinsichtlich ihrer Eigenschaften, Zusammensetzung und ihres Verhaltens unter Temperaturbelastung. Durch den Einsatz unterschiedlicher Methoden der Kunststoffprüfung – von der spektroskopischen Analyse bis zur thermischen Untersuchung – erhalten Sie belastbare Ergebnisse für Qualitätssicherung, Entwicklung und Anwendung Ihrer Produkte. Wir unterstützen unsere Partner bei der Datenerhebung vor dem Hintergrund des digitalen Produktpasses (DPP) gemäß Verordnung (EU) 2024/1781 Ökodesign-Verordnung.

Person hält transparente Box mit Plastikflaschen, trägt recycelbarem Symbol auf Kleidung im Freien. Box und T-Shirt zeigen grünes Recycling-Symbol, blaue Handschuhe runden das Bild ab.

Materialanalyse und Identifizierung von Kunststoffen, Bauteilen und Mikroplastik

Für die sichere Identifizierung von Kunststoffen und polymerbasierten Bauteilen setzen wir ein breites Methodenspektrum ein, das strukturelle Merkmale, Additivpakete und materialtechnische Eigenschaften erfasst. Damit lassen sich sowohl unbekannte Proben als auch komplexe Formteile zuverlässig charakterisieren. Darüber hinaus bieten wir Materialuntersuchungen an für die Klassifizierung von Mikroplastik als synthetische Polymermikropartikel (SPMs) gemäß der Änderungsverordnung (EU) 2023/2055 und Anhang XVII der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 REACH.

Mittels FTIR, DSC und ergänzenden Methoden der Kunststoffprüfung bestimmen wir Polymerklassen und charakterisieren Materialien aus Kunststoffen zuverlässig. So lassen sich auch komplexe Compounds und technische Werkstoffe zuverlässig zuordnen.

Mittels thermogravimetrischer Analyse (TGA), spezieller Aufschlussverfahren und chromatografischer Methoden erfassen wir Additive, Füllstoffe und Rückstände. Die Analyse zeigt, wie sich Zusammensetzung und Materialaufbau auf die Eigenschaften und den späteren Einsatz des Kunststoffs auswirken.

Chromatographische Verfahren
für organische Verunreinigungen und Additive

Chromatografische Methoden sind zentral für die Untersuchung organischer Bestandteile wie Additive, Abbauprodukte oder migrationsrelevanter Substanzen, die in vielen Kunststoffen vorkommen. Je nach Fragestellung wählen wir das passende Verfahren aus, um gezielte und quantifizierbare Ergebnisse im Rahmen der Kunststoffprüfung zu erzielen.

HPLC für die Target-Analyse von semi-volatilen und non-volatilen Bestandteilen

HPLC-MS und HPLC-DAD ermöglicht die Identifizierung von schwer-flüchtigen und nicht-flüchtigen Substanzen, die häufig als Auxiliare, Additive, Oligomere oder Restmonostoffe in Kunststoffen zugesetzt oder noch enthalten sind. Diese Bestandteile sind von hoher regulatorischer Relevanz und werden aus technischen Gründen polymeren Werkstoffen zur Modulation der Stoffeigenschaften gezielt zugesetzt.

UPLC für Übersichtsmessungen und Screenings im Rahmen der Werkstoffprüfung

UPLC-MS eignet sich aufgrund der exzellenten Trennleistung des Systems für hochsensitive Screenings. Damit lassen sich Additive, Monomerstoffe und unerwünschte Neben- oder Abbauprodukte in polymeren Werkstoffen im Rahmen von Übersichtsmessungen schnell und effizient erkennen.

GC-MS für flüchtige und ausgasende Komponenten

Mittels GC-MS lassen sich flüchtige organische Substanzen (VOCs), Lösungsmittelreste und niedermolekulare Zersetzungsprodukte nachweisen und bestimmen. Die Methode ermöglicht eine sichere Bewertung spezifischer Materialeigenschaften wie Ausgasung von Kunststoffen.

GC-FID, GC-ECD und GC-WLD für quantitative Bestimmung spezifischer Stoffgruppen

Diese GC-Detektoren-Kopplungen erweitern das Nachweisspektrum zur qualitativen und quantitativen Erfassung von Analyten, wodurch auf spezifische Stoffklassen wie halogenhaltige Verbindungen etc. mit hoher Sensitivität geprüft werden kann. Sie sind ideal zur Überprüfung von Substanzen, die hohen regulatorischen Anforderungen unterliegen, wie beispielsweise die Bestimmung von PFAS, PCBs, POPs etc. in Rezyklaten.
Person in Laborkittel hält ein Becherglas mit klarer Flüssigkeit, untersucht es aufmerksam, im Freien mit Bäumen im Hintergrund.

Element- und Spurenanalytik bei Kunststoffen

Zur Untersuchung metallischer oder anorganischer Verunreinigungen nutzen wir hochsensitive massenspektrometrische Methoden. Diese Analysen liefern präzise Daten zu metallischen und anorganischen Bestandteilen, die in Kunststoffen nur in sehr geringen Konzentrationen vorliegen.

Die ICP-MS detektiert Metalle, Spurenelemente und Katalysatorrückstände in niedrigen Konzentrationen. So lässt sich beurteilen, ob Einflüsse aus Pigmenten, Prozesshilfsmitteln oder Fertigungsschritten vorliegen.

ICP-MS/MS erreicht extrem niedrige Detektionsgrenzen und reduziert Matrixeffekte. Diese Methode eignet sich besonders für anspruchsvolle Produkte, die in den jeweiligen Zielmärkten hohen regulatorischen Anforderungen gerecht werden müssen.

Infrarotspektroskopie (IR) zur Kunststoffidentifizierung

FTIR ist eine schnelle und zuverlässige Methode zur Identifizierung von Kunststoffen, Füllstoffen und polymeren Mischungen.
Das charakteristische IR-Spektrum ermöglicht eine eindeutige Zuordnung der Probe gegenüber Referenzmaterialien und Spektrendatenbanken.

Durch die Analyse typischer Absorptionsbanden lassen sich Polymerarten, Copolymere und Füllstoffe sicher bestimmen. Das Verfahren eignet sich sowohl für Granulate als auch für Bauteile.

Mit FTIR lassen sich dünne Rückstände, Schichten oder Kontaminationen auf Oberflächen nachweisen. Das ist besonders wichtig für die Fehleranalyse und die Qualitätssicherung im Produktionsprozess.

Thermische Kunststoffprüfung: DSC und TGA

Als wichtiger Teil der modernen Kunststoffprüfung liefern thermische Analysen wertvolle Informationen über das Verhalten von Materialien bei unterschiedlichen Temperaturen. Sie sind ein zentraler Bestandteil der Kunststoffanalytik und unterstützen Verarbeitung, Materialauswahl und Schadensanalysen.

Die Differenzkalorimetrie/Differential Scanning Calorimetry (DSC) liefert Daten zu Schmelzpunkten, Glasübergängen und Kristallinitäten. Diese Eigenschaften sind entscheidend für die Verarbeitung und den vorgesehenen Einsatz eines Werkstoffs.

Die Thermogravimetrische Analyse (TGA) zeigt Gewichtsverluste in Abhängigkeit der Temperatur und ermöglicht damit die Quantifizierung von Füllstoffen, die Bestimmung der Restfeuchte und die Charakterisierung des Zersetzungsverhaltens eines Materials.

Probenahme, Prüfablauf und aussagekräftige Ergebnisse

Ein strukturierter Prüfablauf gewährleistet reproduzierbare Daten und erleichtert die Interpretation der Ergebnisse. Alle Schritte – von der Probenahme bis zur Dokumentation – werden transparent und nachvollziehbar umgesetzt und seitens der QM-Abteilung je nach Anforderung normgerecht gelenkt.

Je nach Material und Fragestellung erfolgt die Probenvorbereitung durch mechanische Bearbeitung wie Zuschneiden, Mahlen, Zerkleinern etc. und nachfolgender Homogenisierung. Die richtige Vorbereitung ist entscheidend für belastbare Analyseergebnisse.

Unser Qualitätsmanagement stellt die korrekte und rückverfolgbare vollständige Dokumentation sämtlicher Analyseergebnisse sicher. Diese Dokumentation wird seitens unserer Abteilung für QM regelmäßig überprüft und unterstützt die QS unserer Klienten und dient als Grundlage für Reklamationsanalysen.

FAQ zur Kunststoffanalyse, Prüfmethoden und Laborleistungen

In unseren FAQ beantworten wir zentrale Fragen zur Kunststoffanalyse, zu verfügbaren Methoden, zur Prüfung im Labor sowie zu Themen wie Probenvorbereitung, Dauer der Untersuchungen und Interpretation der Ergebnisse. So erhalten Sie einen schnellen Überblick über relevante Prozesse und typische Fragestellungen im Bereich Kunststoffanalytik.

Unser Kunststofflabor bietet verschiedene Verfahren der Kunststoffprüfung an, darunter Infrarotspektroskopie zur Identifizierung von Kunststoffen, DSC und TGA zur Bestimmung thermischer Eigenschaften sowie chromatografische Analysen zur Bewertung der Zusammensetzung. Je nach Probe, Werkstoff oder Bauteil wählen wir die passenden Methoden, um zuverlässige Ergebnisse für Ihre Produkte und deren Anwendung zu liefern.

Die HPLC-MS wird in der Kunststoffanalyse eingesetzt, um Kunststoffe und Werkstoffe auf Zusammensetzung bekannter und nicht-flüchtiger Bestandteile wie Additive und Restmonomere zu untersuchen. Sie ermöglicht eine präzise Analyse semi-volatiler und non-volatiler Bestandteile und liefert wichtige Informationen über Eigenschaften, Reinheit und mögliche Auswirkungen auf Produkte und deren Anwendung.

GC-MS und GC-FID werden in der Kunststoffanalyse eingesetzt, um flüchtige organische Verunreinigungen und spezifische Stoffgruppen in Kunststoffen und Werkstoffen zu identifizieren und quantitativ zu bestimmen. Diese Prüfung liefert wichtige Informationen zur Fragestellung von Ausgasung und mögliche Auswirkungen auf Eigenschaften und die sichere Anwendung der Produkte.

UPLC-MS ermöglicht in der Kunststoffanalyse eine schnellere und präzisere Analyse von Kunststoffen und Werkstoffen. Durch höhere Trennleistung und Empfindlichkeit lassen sich Additive, Abbauprodukte und geringe Rückstände zuverlässiger nebeneinander nachweisen. Dies liefert exakte Ergebnisse zu Zusammensetzung und Eigenschaften und unterstützt die Qualitätssicherung sowie die sichere Anwendung Ihrer Produkte.

UPLC-HR-MS mit TOF ermöglicht in der Kunststoffanalyse eine exakte Bestimmung der Molekularmassen und somit eine Charakterisierung unbekannter oder komplexer Materialien. Während die HPLC-DAD/MS vor allem für Routineanalysen und die Prüfung bekannter Substanzen eingesetzt wird.

Mit ICP-MS und ICP-MS/MS führen wir eine präzise Analyse von metallischen Spurenelementen in Kunststoffen und Werkstoffen durch. Die Methoden ermöglichen die Bestimmung geringster Konzentrationen und geben Aufschluss über Zusammensetzung metallischer Einschlüsse und ihre möglichen Einflüsse auf Eigenschaften und die Einhaltung von Grenzwerten (z. B. RoHS). So lassen sich Rückstände zuverlässig bewerten und für die sichere Anwendung beurteilen.

Ja, mit GC-ECD und GC-WLD lassen sich selbst sehr geringe Rückstände in Kunststoffen und Werkstoffen zuverlässig nachweisen. Die Analyse liefert Ergebnisse über flüchtige Stoffe wie Lösungsmittel oder VOCs, welche die Ausgasung beeinflussen.

Für die Analyse mit der lichtoptischen Mikroskopie eignen sich Metalle, Legierungen und industrielle Werkstoffe, bei denen Oberflächenstruktur und partikuläre Verunreinigungen untersucht werden sollen. Typische Bauteile sind Stahlteile oder Präzisionskomponenten, bei denen Metallanalysen, Metallographie und die Beurteilung von Eigenschaften und Materialqualität erforderlich sind.

Mit DSC lassen sich Schmelzpunkte, Glasübergänge und Kristallinitäten von Kunststoffen bestimmen, während TGA Gewichtsverluste in Abhängigkeit der Temperatur erfasst. Zusammen ermöglichen diese thermischen Prüfungen die Bewertung der Eigenschaften, Zusammensetzung und des Einsatzverhaltens von Materialien im Labor.

Für eine zuverlässige Kunststoffprüfung werden Proben aus Bauteilen, Granulat oder Formteilen gezielt entnommen. Im Kunststofflabor erfolgt die Probenvorbereitung durch Zuschneiden, Homogenisieren oder mechanische Bearbeitung, um Materialien repräsentativ darzustellen. So lassen sich Eigenschaften, Zusammensetzung und das Verhalten unter Temperatur exakt analysieren und für die Kunststoffanalyse verwertbare Ergebnisse erzielen.

Unsere spezialisierten Analysemethoden für Kunststoffe werden eingesetzt, um Eigenschaften, Zusammensetzung und das Verhalten von Werkstoffen in technischen Bauteilen oder Produkten zu prüfen. Sie sind besonders geeignet für technische Kunststoffe, Anwendungen in der Automobilindustrie, Verpackung, Medizinprodukte sowie alle regulierten Bereiche, in denen präzise Kunststoffprüfung und Materialanalyse für Qualität, Sicherheit und Einsatz entscheidend sind. Die erhobenen Daten fließen somit in die Sicherheitsbewertung und erklärte Konformität der Produkte unserer Klienten ein.

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Kunststoffe

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Ein Mann mit lockigem Haar und gepflegtem Bart lächelt in die Kamera; er trägt ein dunkles Hemd vor einem hellen Hintergrund mit Schattenlinien. - Dr. Peter Tremmel

Dr. Peter Tremmel

Diplom-Chemiker

  • UHPLC-TOF-MS

Weberstraße 3 72160 Horb am Neckar